Geschützt: Ladengeschäft in Hannover

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Leerstehende Immobilien in Linden warten auf einen Wandel

Die “Neue Presse” berichtete vergangene Woche über ungenutzte Ladenräume in Linden. Offenbar wirken die Leerstände wie ein Schwamm: Die Gelder von Existenzgründern werden von der Umgebung aufgesaugt, ohne das Umfeld zu beleben.

http://www.neuepresse.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/Etliche-Ladenlokale-stehen-leer

Konkret benannt wurden in dem Artikel folgende Orte – und das sind alles potenzielle Wandelwerte-Objekte:

Elisenstraße /Ecke Nedderfeldstraße

Elisenstraße/ Ecke Kochstraße

am Küchengarten

Kötner Eck am Kötnerholzweg

Mit einer guten Wandelwerte-Projektidee, nebst dazugehörigem Durchhaltevermögen und den richtigen Geschäftspartnern, sollte es möglich sein, die alten Räume in dem Stadteil neu mit Leben zu füllen.

Nächster Besichtigungstermin in Linden:

17.02.2011, 18:30 Uhr, Teichstraße 2, EG (ehemalige Drogerie), Eingang gegenüber Cafe K,

Geeignet für eine Mode- und Designwerkstatt und Dienstleistungen mit Ladenlokal.

Nach der Raumschau: Treffen im Cafe K um 19:00 Uhr.

Küchengärten Limmer starten mit ersten Öffnungszeiten im Februar


Filmtipp 3sat: Food, Inc., Sonntag 13.02., 22:10 Uhr

Die Fernsehanstalt 3sat, zeigt den Film

Food, Inc. – Was essen wir wirklich?

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/151494/index.html

Der amerikanische Lebensmittelmarkt wird anhand von Beispielen analysiert.

Das ist ein Wandelwerte-Thema, weil unser Konsumverhalten die Produktion von Lebensmitteln beeinflusst.

Denn erst industrielle Landwirtschaft auf Basis von Erdöl und dem Raubbau an Natur, Umwelt, Mitwelt, ermöglichte den Lebensstandard, den wir heute kennen und wie selbstverständlich genießen.

Schwierige Balance zwischen Hungerbekämpfung und Umweltzerstörung

Hätte es die explosionsartige Steigerung der Produktion, den Raubbau am Regenwald, Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln, Gensaat, nicht gegeben, müssten wir heute mit massiv höheren Preisen bei Lebensmitteln umgehen, insbesondere für Fleisch.

Der Anbau von Sojabohnen in Südamerika ist eine Ursachen für die Abholzung des tropischen Regenwaldes in Südamerika. Das beschreibt auch ein Spiegel-Online Bericht von 2006: Die Gier nach Soja frisst den Regenwald.

Historisch niedrige Endbestände an Sojabohnen in den USA unterstreichen, dass zur Sicherstellung der weltweiten Versorgung die großen Ernten in Südamerika (52 Prozent der Weltproduktion) dringend gebraucht werden.

Hier sehen Sie die Entwicklung der Weltjahresproduktion von Sojabohnen seit 1980.

Sojabohnen Weltproduktion
Quelle: RSG Partner GmbH, Freising, The Hightower Report

Die Produktion von Sojabohnen, wichtigste Grundlage für Viehfutter, eilt von Jahr zu Jahr zu neuen Rekorden. Der Hunger nach den Bohnen erscheint unermesslich – und das bei ausgelaugten Böden, die nur noch mit Hilfe von extremem Einsatz von Düngemitteln und Gentechnik die erforderlichen Erträge liefern. Fruchtbare, schwarze Erde gibt es in Europa nur noch in gefährdeten Insellagen.

Dabei steht China mit seiner Nachfrage im Vordergrund. Das Land kann seit 1996 seinen Bedarf an Sojabohnen nicht mehr selbst decken und muss importieren. Die Einfuhr von Sojabohnen erhöhte das Land in den vergangenen zehn Jahren um rund 330 Prozent.

Dieser Zusammenhang wurde auch von der chinesischen Führung erkennt, so dass dort die Zinsen erhöht wurden, um das Wachstum auszubremsen und eine Konsolidierung einzuleiten. Ob das ausreicht, bleibt offen.

Preisausschläge signalisieren die Verknappungstendenzen

Bei unveränderten Konsumgewohnheiten, auch in den westlichen Industrieländern, droht angesichts der Wachstumsraten der Verbräuche (= Wachstum der Weltbevölkerung und Wirtschaftswachstum) langfristig ein Kollaps. Sollte es 2011 erneut Missernten geben, könnten die Preise explodieren und einen ersten Vorgeschmack dazu liefern.

Wegen der Ereignisse von 2010 (Torfbrände in Russland, El Niño-Effekte auf der Südhalbkugel der Erde), hat sich die Preissituation angespannt.

Beispiele für Preisveränderungen in den vergangenen zwölf Monaten:

in Euro

Mais + 72 Prozent

Weizen + 100 Prozent

Rapssaat + 57 Prozent

Kartoffeln + 94 Prozent

in US-Dollar

Sojaschrot (Viehfutter) + 52 Prozent

Weitere Wetterkapriolen würden die Spekulationsfreude an den Börsen anfeuern und die Preise weiter kräftig steigen lassen.

Allerdings gilt das auch im umgekehrten Fall: Sollten Ernten weltweit planmäßig und üppig verlaufen, würde die aktuelle Spekulation in sich zusammenfallen – verbunden mit einer möglichen Halbierung der Preise. Das könnte  die Abholzung des Regenwaldes vorübergehend bremsen. Aber angesichts des Klimawandels und aufgrund der maroden Bodenverhältnisse ist es wahrscheinlicher, dass die Angebotssituation künftig angespannt bleibt und die Preisausschläge an den Warenterminmärkten weitergehen.

Gartenarbeit als Bildungsveranstaltung

Um so mehr erscheint es wichtig, regionale Versorungsstrukturen aufzubauen und Alternativen aufzuzeigen. Mit einem Lebens-WANDEL in den Städten und veränderten Konsumgewohnheiten (z.B. Prüfung des Fleischkonsums) reduzieren wir den Verbauch von regenwaldschädlichen Produkten und verringern die Abhängigkeit von Importen.

Das dient auch dem Selbstschutz: Die Widerstandskraft einer Stadt gegenüber externen Krisen entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit sie bei Versorgungsenpässen vor die Wand fährt oder ob ein rechtzeitiges Bremsmanöver Schlimmeres verhindert. Ziel ist es, ein hohes Maß an Resilienz anzustreben (vergl. Eduard Pestel Institut für Systemforschung mit der Untersuchung der regionalen Krisenfestigkeit in Deutschland).

Insbesondere in den Städten wird jeder Quadratmeter benötigt, um Anbauflächen zu nutzen, bzw. auf brach liegenden alten Flächen nach dem Muster der Prinzessinnengärten in Berlin herzustellen, um die Versorgung der Bevölkerung zu unterstützen.

Deshalb beteiligt sich Wandelwerte an einem Projekt des gemeinnützigen Vereins Transition Town Hannover: Es entstehen die “Küchengärten Limmer” (kügäli) auf dem südlichen ehemaligen Parkplatz der Continental-Werke und heutigen Grundstück der Wasserstadt | Google Maps.

Wunstorfer Straße 135, bitte beachten Sie die Leit-Beschilderung vor Ort, besonders zur kalten Jahreszeit:

Termine, Öffnungs- und Sprechzeiten

15.02.2011: 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr

23.02.2011: 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

03.03.2011: 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr

02.04.2011: Eröffnungsfeier

Flyer zum Weiterreichen und Ausdrucken und Verteilen

Beachten Sie auch den Plan der Biowerkstatt, Bildung und Projekte, Andrea Preißler-Abou El Fadil, Hannover. Es entsteht ein Bio-Alchimisten-Garten, u.a. mit der Produktion von Terra Preta.

Lesen Sie als Hintergrund-Information zu Terra Preta den Wandelwerte-Bericht vom 30.11.2010, “Schwarze Erde für Hannover” und die Terra Preta Information der Biowerkstatt.

Die Lebensmittelproduktion benötigt mehr Aufmerksamkeit

Das Projekt in Limmer umfasst die Wandelwerte-Ziele für den LebensWandel in der Stadt: Immobilien-Recycling, Urban Mining, regionale Wirtschaftskreisläufe, Terra Preta, Bildungsarbeit zu Konsumgewohnheiten, Lebensmittelproduktion, Schutz des Regenwaldes, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum mit Recycling-Design und Veranstaltungen.

Es handelt sich dabei um ein experimentelles Themenpark-Projekt, mit dem vielseitige neue Erkenntnisse gewonnen werden. Sie sollen später in anderen Stadtteilen oder in anderen Städten als Erfolgsmethode angewendet werden.

Wichtig dabei: Der Küchengarten Limmer wird offen angelegt, d.h. Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Gebietskörperschaften erhalten die Möglichkeit, sich mit eigenen Projekten darzustellen. Im Rahmen eines freien “Open Air-Labors” kann jedermann Versuchsanordnungen zur Urbanisierung von Brachflächen installieren.

Insgesamt erscheint es wichtig, die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft mit bürgerschaftlichem Engagement zu unterstützen. Wandelwerte Hannover trägt mit seiner Beteiligung an regionalen Projekten dazu bei.

Die Aktionen an den Küchengärten Limmer ermöglichen, Informations- und Bildungsarbeit zu leisten. Wir sprechen über die Produktion von Lebensmitteln an diesem ungewöhnlichen Ort und in anderen Regionen der Welt. Dadurch erhalten wir die erforderliche Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema unserer Zeit.

Ein Ort für Wandelwerte, Ausblick: Ausbau der Kooperationen geplant


Folgende Ziele werden wir 2011 weiterhin verfolgen:

  •  Aufbau eines Kreativzentrums für Handwerk, Design und Dienstleistungen unter Federführung von Wandelwerte und seinen Projektpartnern. 
  • Aufbau eines UnternehmerInnen-Netzwerks, um die Anmietung eines Ladengeschäfts in A-Lage zu ermöglichen (z.B. zehn selbstständige UnternehmerInnen organisieren den Geschäftsbetrieb mit Buchhaltung, Produktion, Vertrieb, Dienstleistungsangeboten und Öffentlichkeitsarbeit).
  • Prüfung eines mobilen Ladenkonzepts für Kauf, Miete und vorübergehend mietfreie Nutzung in leerstehenden Räumen.
  • Kooperation mit etablierten Unternehmen auf verschiedenen Ebenen (Beteiligung, Sponsoring, ideelle Unterstützung).
  • Stadtteilentwicklung mit Belebung der regionalen Wirtschaftskreisläufe.
  • Planung von Aktionen zusammen mit Unternehmervereinen.

Rufen Sie die PDF Datei mit weiteren Informationen ab.

Das Konzept ab 2011: Eine Kreativ-Schmiede entsteht

Es entsteht ein Kreativ- und Kulturzentrum, welches Wandelwerte mit zusätzlichen Impulsen, insbesondere durch Vermietung, Coaching, Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit fördert.

  • Schwerpunkt: Handwerk, Design, Dienstleistungen
  • Ein Team von acht bis zwölf UnternehmerInnen schließt sich zusammen
  • Nutzung des Wandelwerte-Ladengeschäfts mit Büroräumen, Lagerfläche, Werkstatt
  • Kreativ- und Bürodienstleistungen, Vertrieb, Ladenverkauf, Modedesign, Handwerk
  • Ausgleich von Schwächen durch Teambildung: Kreative und Dienstleister konzentrieren sich auf ihre Stärken
  • Neue Existenzgründungen werden unter Zusammenarbeit mit hannoverimpuls bzw. Gründerinnen-Consult unterstützt
  • Ansonsten zu teure A-Lagen mit Laufkundschaft werden aufgrund der Netzwerkbildung bezahlbar und bieten erhebliches Entwicklungspotenzial

Jungunternehmer-Netzwerk mit gemeinsamem Backoffice und Veranstaltungen entsteht

Immobilie

Das Wandelwerte-Konzept verspricht weiteres Wachstum. Denn mit jeder neuen Selbstständigkeit und mit jeder neuen Geschäftsidee wächst der Bedarf an geeigneten Räumen: Werkstätten, Schulungs-, Lager- und Büroräume, Verkaufsflächen, kurzfristige Übernachtungsmöglichkeiten, Anfragen nach Wohnen und Arbeiten unter einem Dach, wachsen mit den Wandelwerte-Aktivitäten.

Wichtig dabei: Wandelwerte will in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Soziales und Kultur, Produktentwicklung und nachhaltiges Wirtschaften Impulse in die Region geben. Aufgrund der öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten findet eine Vernetzung von Initiativen, Bürgern und Bürgerinnen und Wirtschaftsunternehmen in der Region statt. Wandelwerte kann mehr Mitverantwortung für die Gestaltung des Gemeinwesens und für den Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Region anregen und dadurch die Kräfte der Innovation mobilisieren.

All das ist zukunftsträchtig und schafft auch immaterielle WERTE. Die Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft ließen einen Markt für nachhaltig hergestellte Produkte, langlebige Wertstoffkreisläufe und Dienstleistungen für einen neuen LebensWANDEL in der Stadt entstehen. Für Unternehmen, die sich in diesen Bereichen orientieren, darf mit Pioniergewinnen gerechnet werden, weil der Trend einige Jahrzehnte anhalten dürfte.

Wandelwerte Immobilien eröffnet Chancen aus vielseitiger Hinsicht

  • Aktive Förderung der Nachhaltigkeit-Grundsätze in der Landeshauptstadt Hannover – so ist Hannover die erste „Fair-Trade-Town“ in Niedersachsen
  • Vorbildfunktion: Teilnahme am Wirtschaftsgeschehen, um die Ziele der Agenda21 und die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen
  • Schaffung neuer Arbeitsplätze und Stärkung der Kaufkraft in der Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Förderung der Stadtteilentwicklung und dadurch Wertsteigerung der eigenen Immobilien
  • Geeignet als Kapitalanlage mit niedrigem Risikoanteil, weil konservative Finanzierungen bevorzugt werden und in der Region vernetzte und sachkundige Kooperationspartner und -partnerinnen die Aufsicht führen.

Planung für 2011

  • Erwerb von Räumen in A-Lage mit Laufkundschaft
  • Ggf. Durchführung eines mobilen Ladenkonzeptes, z.B. Räume werden saniert, in Anlehnung an Kurt Schwitters „Merzbau“, belebt, bekannt gemacht – und dann sucht sich das Netzwerk einen neuen Stadtteil; Erträge aus der vorherigen Raumentwicklung fließen den Folgeprojekten zu, alternativ dazu Wandelwerte-Geschäft auf Mietbasis
  • Ausstattung: Laden mit Büro, Werkstatt und Lager, 60 – 130 qm
  • Geschätzte Kauf- und Sanierungskosten ca. 140 – 300 TEUR
  • Kalt-Miete ca 740 – 1.600 EUR
  • Geschätzte Nebenkosten (Verbrauch, Umlage, Versicherung) je Monat für: 200 – 500 EUR
  • Bildung von Rücklagen zur Sanierung erwünscht, um die Risiken für Mieter und Eigentümer zu senken

Ihre Fragen beantwortet das Wandelwerte-Team.

Immobilienprojekt könnte 2011 starten

Hier erhalten Sie das Ergebnis einer Gesprächsrunde im Rathaus am 17.12.2010 bezüglich der Gründung eines Wandelwerte Immobilienunternehmens:

Der Kauf und die Anmietung von Räumen wurde als aussichtsreich und nützlich angesehen. Der kurzfristige Start zum 01. Januar 2011 erschien jedoch nicht realisierbar.

An dem Ziel halten wir fest: Es entsteht ein Kreativzentrum für Handwerk, Design, Kunst und Dienstleistungen unter Federführung von Wandelwerte und seinen ProjektpartnerInnen.

Dafür bietet Wandelwerte öffentlichkeitswirksame und attraktive Sponsoring-, Beteiligungs- und Mitarbeitsgelegenheiten.

Insbesondere in der Zusammenführung von etablierten Unternehmen und ExistenzgründerInnen besteht eine herausragende Chance für die
Beteiligten und den Stadtteil Hannover-Linden.

Für Ihre Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen,

Ihr
Gert Schmidt

Aktueller Hinweis: Ein Ort für Wandelwerte

Ein Ort für Wandelwerte

Das Treffen der Projektbeteiligten und Projektinteressierten findet am Freitag, 17.12.2010 von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr im neuen Rathaus statt.

Der Raum steht noch nicht fest. Bitte erfragen Sie den Ort (Agenda21- Büro / Initiative Wandelwerte) beim Pförtner.